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17:31h, Mittwoch 08.02.2012
Bürgermeister Bruno Wollbrink:

Ein wirklich großer Sohn der Stadt Herford


Herford. Am 3. Mai 1662 wurde der Baumeister des Dresdner Zwingers, Matthäus Daniel Pöppelmann, in Herford geboren. Zu seinen Ehren hat das Bundesministerium der Finanzen im Museum Marta Herford ein Sonderpostzeichen im Wert von 1,45 Euro präsentiert. „Matthäus Daniel Pöppelmann hat mit seiner Baukunst das Zeitalter des Barock geprägt und ist ein wirklich großer Sohn der Stadt. Wir freuen uns sehr, dass die Sonderbriefmarke hier in seiner Geburtsstadt vorgestellt wird“, erklärt Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink.

Pöppelmann sei unumstritten ein großer Sohn der Stadt Herford, würdigte das Stadtoberhaupt den späteren sächsischen Oberlandbaumeister. „Kriegshelden, Sportler, Wissenschaftler oder auch andere Künstler, geraten in Vergessenheit, weil ihre Leistung den Lauf der Geschichte nicht überdauert. Das gilt nicht für Matthäus Daniel Pöppelmann, sein Werk ist heute noch sichtbar und wird tagtäglich insbesondere in Dresden bewundert.“

Man wisse nur wenig über Kindheit und Jugend des Barockarchitekten in seiner westfälischen Geburtsstadt. „Mit Blick auf seine spätere beindruckende Karriere lässt sich mindestens behaupten“, so Bürgermeister Bruno Wollbrink, „dass ihm diese Zeit hier nicht geschadet hat und wenn man, wie ich, wohlwollend und von den Vorteilen des Standorts Herford überzeugt ist, dann zeigt das Beispiel Matthäus Daniel Pöppelmanns, dass eine Kindheit in unserer Stadt Voraussetzung für eine großartige Laufbahn sein kann.“

Die Vorstellung der Briefmarke ist nicht die einzige Ehrung der Stadt Herford für Matthäus Daniel Pöppelmann, der einem seit dem 16. Jahrhundert in Herford nachweisbaren Kaufmanns- und Ratsherrengeschlecht entstammte. Das städtische Museum zeigt im Daniel-Pöppelmann-Haus am Deichtorwall 2 in Herford in Zusammenarbeit mit dem Herforder Kunstverein vom 25. Februar bis 10. Juni 2012 die Doppelausstellung „Jochen Stücke - Dresden-Phantasien / Daniel Pöppelmann: Kupferstiche zum Dresdner Zwinger … und wie sich Herford an den Baumeister erinnert.“

Matthäus Daniel Pöppelmann ließ im Jahre 1729 eine Sammlung von Kupferstichen herausgeben. Sie besteht aus einem Erläuterungstext mit 22 Kupferstichen zum Zwinger und jeweils einem Stich vom Holländischen Palais und dem Großen Fass auf der Festung Königstein. Das Werk wurde in der Größe von etwa 68 x 49 Zentimetern als Mappe mit Einzelblättern hergestellt. Darin sind neben den verwirklichten Bauten und Grundrissen auch einige Abbildungen von geplanten Erweiterungen enthalten. Eine Ausgabe des Mappenwerks befindet sich im Besitz des Städtischen Museums der Stadt Herford und wird nach 1989 erstmals wieder in Herford gezeigt.

Jochen Stücke beschäftigt sich in seiner Arbeit mit allen Aspekten der „Stadt als Idee“. Das bedeutet, dass er nicht im klassischen Sinne Veduten zeichnet, sondern sich mit den historischen, literarischen und künstlerischen Phänomenen des urbanen Raumes befasst. Wie schon mit dem „Pariser Album“ wird Stücke die Konstellation August der Starke – Pöppelmann – Permoser, die Barockarchitektur (Zwinger, Residenzschloss), die Gemälde in der Galerie Alte Meister und Neue Meister und nicht zuletzt die Kupferstichfolge Pöppelmanns über den Zwinger in der ihm eigenen Art und Weise zu seinen „Dresden-Phantasien“ verarbeiten.

Öffnungszeiten des Daniel-Pöppelmann-Hauses: Di bis Sa 14 – 18 Uhr; So 11-18 Uhr; Mo geschlossen.

 

 



michael.johannsmeier

Der Beitrag wurde am Mittwoch, dem 08. Februar 2012 um 17:31 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.






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