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16:53h, Donnerstag 09.02.2012
Floristen-Gewerkschaft fordert

„Mehr Moos für die Blumenbranche“


Kreis Herford. „Valentins-Euro“ für die Floristinnen: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt hat sich für ein „Trinkgeld fürs Blumenbinden“ stark gemacht. Der Valentinstag sei eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Floristinnen mit einem Extra-Bonus zu würdigen. Die IG BAU reagiert damit auf die nach ihren Angaben „zu stiefmütterliche Bezahlung“ der Floristinnen .

„Das blühende Geschäft mit Blumen zum Valentinstag hat eine welke Seite: Die Floristinnen im Kreis Lippe arbeiten oft zu niedrigen Löhnen“, sagt Heinrich Echterdiek. Der Vorsitzende der Floristen-Gewerkschaft IG BAU Ostwestfalen-Lippe spricht vom „wachsenden Frust hinter den Blumentheken“.

Der Job der Floristinnen sei einfach zu schlecht bezahlt: „Viele Floristinnen gehen mit rund 1.360 Euro brutto nach Hause. Und das für einen Vollzeitjob. Das ist nicht einmal die Hälfte des durchschnittlichen Haushaltseinkommens in Deutschland“, so Echterdiek. Er kündigte an, dass die IG BAU zur Jahresmitte „in harte Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Floristenbranche“ treten werde.

„Mit dem ‚Valentins-Euro’ wollen wir die ‚Blumen-Chefs’ nicht einen Cent von ihrer Verpflichtung befreien, endlich faire Löhne zu zahlen. Er ist aber eine Anerkennung für die gute und kreative Arbeit, die die Floristinnen leisten, und ein beschämendes Signal an die Arbeitgeber“, sagt der Gewerkschafter.

Hinter jedem Blumenstrauß, so die Floristen-Gewerkschaft, steckt ein hartes Stück Arbeit: „Die Floristinnen haben kaum mehr als zehn Minuten Zeit für ein Gebinde. Der Arbeitstag beginnt frühmorgens mit Kistenschleppen auf dem Großmarkt und endet nicht selten nach zwölf Stunden mit Rückenschmerzen vom langen Stehen“, so Heinrich Echterdiek. Das sei auf jeden Fall ein „Trinkgeld als Dankeschön wert – gerade am Valentinstag“.

 



michael.johannsmeier

Der Beitrag wurde am Donnerstag, dem 09. Februar 2012 um 16:53 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.






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