14:08h, Freitag 17.02.2012
Stadt senkt Stromverbrauch bei Straßenbeleuchtung
Rund 250.000 Euro gespart
Herford. Die konsequente Modernisierung der Herforder Straßenbeleuchtung und die Einführung der Nachtabschaltung seit September 2010 lohnen sich. Durch die seit 2009 umgesetzten Energiesparmaßnahmen konnte der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung um rund 40 Prozent gesenkt werden. „Im vergangenen und in diesem Jahr werden im Vergleich zum Jahr 2008 jeweils etwa 1,2 Millionen Kilowattstunden weniger verbraucht, das entspricht einer CO2 -Minderung von 712 Tonnen pro Jahr und ist ein gewichtiger Beitrag zum Klimaschutz,“ freut sich Baudezernent Dr. Peter Böhm.
Im Jahr 2008 gab die Stadt Herford für gut 3 Millionen Kilowattstunden Strom der Straßenbeleuchtung noch 460.000 Euro aus. Hätte die Kommune auf die Modernisierung und die Nachtabschaltung verzichtet, schlügen die Stromkosten für die Beleuchtung jetzt mit über 600.000 Euro zu Buche. Durch die Sparmaßnahmen aber wurde der Stromverbrauch auf jetzt 1,75 Millionen Kilowattstunden gesenkt. Im Vergleich zu 2008 werden seit 2011 jährlich so rund 250.000 Euro gespart.
„Obwohl die Strompreise um rund 30 Prozent anstiegen, haben wir durch den geringeren Verbrauch die Ausgaben für Strom auf gut 350.000 Euro gesenkt“, so Dr. Peter Böhm. „Da unsere Ausgaben für Unterhaltung und Erneuerung der Beleuchtung seit Jahren gleichbleibend bei 350.000 Euro liegen, geben wir für diesen Bereich derzeit mehr als 100.000 Euro weniger aus als 2008“, ergänzt der für diesen Bereich zuständige städtische Mitarbeiter Werner Mohrmann.
Knapp 60 Prozent der Einsparung geht auf das Konto der Nachabschaltung. Die übrigen 40 Prozent ergeben sich aus der Modernisierung der Lampen und dem verstärkten Einsatz von LED-Licht. In den kommenden Jahren soll der Sparanteil durch energieeffiziente Systeme auf rund 50 Prozent steigen. 200 weitere LED-Leuchten sollen 2012 und 2013 an drei größeren Verkehrsstraßen (Bielefelder Straße, Oetinghauser Weg/Oststraße, Bahnhofsplatz) und an zehn Wohnstraßen die verbrauchsintensiven Quecksilberhochdrucklampen ersetzen. 140 weitere werden 2014 ausgetauscht.
Die erfolgreiche Modernisierung der rund 7.600 Straßenlampen gelang der Stadt mit Unterstützung der E.ON Westfalen Weser AG. 2009 bekam das Unternehmen bei einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die Wartung und Betreuung der Herforder Straßenbeleuchtung. Durch ein von E.ON erstelltes Leuchtenstandortverzeichnis mit Leuchtentypen, Lampenart, Anzahl und Stromverbrauch je Leuchte konnten die wirtschaftlichsten Energiesparmaßnahmen ermittelt werden. Zudem bereitete E.ON Förderanträge im Auftrage der Stadt bei der Bundesregierung vor. „Diese Zusammenarbeit zahlt sich aus“, so der Baudezernent, „sowohl für die Stadt, als auch für E.ON.“
michael.johannsmeier
Der Beitrag wurde am Freitag, dem 17. Februar 2012 um 14:08 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.
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