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19:48h, Donnerstag 09.02.2012
Bürgerforum zur künftigen Entwicklung der Herforder City

Rund 80 BürgerInnen verfolgten engagierte Diskussion


Herford. „Das Bürgerforum war ein Erfolg, denn auch wenn das Geld knapp ist, darf man das Denken über die künftige Gestaltung unserer Innenstadt nicht einstellen.“ Dieses Fazit von Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink hatten rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Herforder Bürgerforums von Beginn an im Sinn. Sie diskutierten engagiert und konstruktiv über die künftige Gestaltung der Herforder Innenstadt. Ihre Beiträge bleiben nicht folgenlos. Sie wurden protokolliert und werden in die weitere Arbeit am „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (ISEK) einfließen.

Die Stadt als Wirtschaftsraum, als Ort des Handels, des Wohnens, der Mobilität, der Integration und der Baukultur. So lauteten die Vorgaben Jens-Peter Huesmanns vom Bielefelder Planungsbüro Drees & Huesmann. Das Thema Verkehr insbesondere der öffentliche Personennahverkehr stand anfangs im Vordergrund. Während die einen den Alten Markt als zentralen Omnibusbahnhof unbedingt erhalten wollen, empfinden andere die Konzentration der Busse als verkehrsgefährdend. Ebenfalls kontrovers wurde die Situation der Radfahrer bewertet. Zu wenige Radwege insbesondere auf dem Innenstadtring und den Ausfallstraßen wurden beklagt. Demgegenüber lobten andere den Wall als perfekte Ausweichroute.

Die Vielfalt der Wasserläufe und der Wall waren bereits in der Einführung als Plus hervorgehoben worden. Das sahen die Diskutanten genauso. Ein positives Beispiel sei der Beach-Club am Aawiesenpark im vergangenen Sommer gewesen, hieß ein Lob. Mehr Gastronomie am Wall mit Blick auf das Wasser auch an anderen Stellen wurde von anderer Seite gewünscht. Nicht mehr sichtbare Wasserläufe wie die Bowerre sollten wieder ans Tageslicht geholt werden, lautete eine andere Forderung.

Die Frage, wann das Kaufhof-Areal endlich aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werde, rief den ansonsten aufmerksam zuhörenden Bürgermeister auf den Plan. „Ich stimme Ihnen zu“, erklärte Bruno Wollbrink, „der jetzige Zustand ist kaum noch zu ertragen. Aber Politik und Verwaltung haben in den vergangenen Jahren das ihre getan, um Investoren an den Start zu bringen. Ich hoffe sehr, dass die Planer des Hanse-Carees im nächsten Monat eine positive Botschaft übermitteln können.“

Das Bürgerzentrum „Haus unter den Linden“ muss unbedingt erhalten bleiben, die historische Bausubstanz in der Stadt mehr gepflegt werden, wir brauchen mehr Gestaltungsräume für Frauen und Jugendliche in der Herforder Innenstadt, lauteten weitere Wünsche. Außerdem konnten im Anschluss an die Diskussion im Plenum noch an drei Planungstischen weitere Anregungen formuliert werden. Sie werden in zwei weiteren Workshops mit Experten berücksichtigt werden. Im Juni sollen dann erste Ergebnisse präsentiert und in einem weiteren Bürgerforum im Rathaus wieder debattiert werden.

Weitere Informationen zum Integrierten Handlungskonzept Innenstadt finden Sie unter www.herford.de.

 



michael.johannsmeier

Der Beitrag wurde am Donnerstag, dem 09. Februar 2012 um 19:48 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.






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